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Eigenkapitalrendite berechnen – Immobilien als Kapitalanlage

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Immobilien als Kapitalanlage werden selten mit dem Kaufpreis bezahlt — sondern meist zu einem erheblichen Teil über Kredit finanziert. Genau diese Hebelwirkung macht das Rechnen mit der Eigenkapitalrendite so aufschlussreich: Während eine Immobilie nur 4 % Bruttomietrendite auf den Kaufpreis abwirft, kann die Rendite auf das eingesetzte Eigenkapital ein Vielfaches betragen. Mit dem Rechner unten sehen Sie, wie viel Ihnen der Mieter monatlich abnimmt — und wie Ihr Vermögen über 20 Jahre wächst.

Eigenkapitalrendite-Rechner

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Angenommene Immobilienwertsteigerung: 1 % p. a. (konservativ)

Der Hebel-Effekt bei Immobilien

Wer 300.000 € kostet und 60.000 € Eigenkapital einsetzt, finanziert das Darlehen von 255.000 € (Kaufpreis plus Nebenkosten) über die Bank. Der entscheidende Mechanismus: Das Darlehen wird nicht aus eigener Tasche zurückgezahlt — sondern aus den Mieteinnahmen.

Solange gilt: Mietrendite > Kreditzins, arbeitet das Fremdkapital für Sie. Die Immobilie erwirtschaftet mehr als sie kostet — die Differenz stärkt Ihr Eigenkapital. Diesen Hebel-Effekt nennt man Leverage-Effekt.

Konkret bedeutet das:

  • Sie setzen 60.000 € ein (ca. 20 % des Gesamtpreises)
  • Die Immobilie steigt im Wert und der Kredit wird getilgt
  • Nach 20 Jahren kann Ihr Eigenkapital (Immobilienwert minus Restschuld) ein Vielfaches des Ursprungs betragen
  • Gleichzeitig haben Sie monatlich oft nur einen Bruchteil der Rate selbst getragen

„Der Mieter zahlt die Rate" — was das wirklich bedeutet

Dieser Satz ist kein Marketingversprechen, sondern Rechenwahrheit — wenn die Mieteinnahmen hoch genug sind. Bei einer Mietwohnung in Dresden für 900 € Kaltmiete und einer Darlehensrate von 1.100 €:

  • Mieter trägt: 900 € (ca. 82 % der Rate)
  • Eigentümer trägt: 200 € + Bewirtschaftungskosten (Hausgeld, Instandhaltung)
  • Eigentümer baut Eigenkapital auf — durch Tilgung UND Wertsteigerung

Der Rechner zeigt genau diesen Split: Der blaue Balken (Mieteranteil) und der orangene Balken (Ihr Eigenanteil) machen sichtbar, wer tatsächlich wieviel der monatlichen Kosten trägt.

Positiver Cash-Flow (Miete übersteigt Rate plus Bewirtschaftungskosten) ist möglich, aber in angespannten Märkten wie innenstadtnahen Dresdner Lagen selten. Häufiger liegt der Eigenanteil bei 100–400 € im Monat — angesichts des langfristigen Vermögensaufbaus aus Sicht vieler Investoren ein akzeptabler Beitrag.

Eigenkapitalrendite vs. Direktanlage

Was wäre, wenn Sie dieselben 60.000 € stattdessen direkt anlegen würden — z. B. in einen breit gestreuten ETF mit angenommenem Renditesatz von 5–7 % p. a.? Die Eigenkapitalrendite einer fremdfinanzierten Immobilie kann diese Vergleichsrendite übertreffen, muss es aber nicht:

Faktor Immobilie (fremdfinanziert) Direktanlage (ETF)
Leverage-Effekt Ja (Hebelwirkung über Kredit) Nein
Inflationsschutz Hoch (Sachwert) Moderat
Liquidität Gering (gebundenes Kapital) Hoch
Steuerliche Behandlung Abschreibung, Werbungskosten Abgeltungssteuer 25 %
Risiken Leerstand, Zinsänderung, Instandhaltung Kursschwankungen

Für den typischen Dresdner Anleger mit einem Anlagezeithorizont von 20+ Jahren und einer konkreten Immobilie in guter Lage ist die Eigenkapitalrendite in vielen Fällen konkurrenzfähig — sofern Finanzierung und Mietpreis sorgfältig kalkuliert sind.

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FAQ

Häufige Fragen

Was ist die Eigenkapitalrendite bei Immobilien?
Die Eigenkapitalrendite gibt an, wie viel Prozent Rendite Sie pro Jahr auf Ihr eingesetztes Eigenkapital erwirtschaften — nicht auf den Gesamtwert der Immobilie. Wegen des Fremdkapitalhebels (Sie finanzieren einen Großteil über einen Kredit) kann die Eigenkapitalrendite deutlich höher sein als die Objektrendite auf den Kaufpreis.
Wie berechnet sich der Leverage-Effekt bei Immobilien?
Wenn die Mietrendite (auf den Kaufpreis) höher ist als der Kreditzins, arbeitet das geliehene Geld für Sie: Ein Teil des Mieteinkommens tilgt das Darlehen, das Eigenkapital wächst schneller als bei einer reinen Eigenfinanzierung. Dieser Hebeleffekt macht Immobilien auch bei moderaten Objektrenditen zu einer attraktiven Kapitalanlage.
Was bedeutet, dass der Mieter die Rate zahlt?
Bei einer gut vermieteten Kapitalanlage deckt die Kaltmiete einen großen Teil der monatlichen Darlehensrate. Ist die Miete höher als Rate plus Bewirtschaftungskosten, entsteht sogar ein positiver monatlicher Cash-Flow. In jedem Fall tilgt der Mieter indirekt einen erheblichen Teil der Schulden — das stärkt Ihr Eigenkapital, ohne dass Sie jeden Monat den vollen Betrag selbst aufbringen müssen.
Warum nur 1 % Wertsteigerung im Rechner?
Der Rechner verwendet eine konservative Annahme von 1 % p. a. Immobilienwertsteigerung. Historisch lagen die Wertzuwächse in Dresden in einigen Phasen deutlich höher — aber eine Prognose ist unseriös. Mit 1 % erhalten Sie einen vorsichtigen Basiswert; die tatsächliche Rendite kann je nach Lage, Entwicklung des Mietmarkts und Finanzierungskonditionen erheblich abweichen.
Wann lohnt sich eine Immobilie als Kapitalanlage in Dresden?
Als Faustregel gilt: Wenn die Nettomietrendite (Jahresmiete minus Bewirtschaftungskosten, geteilt durch Kaufpreis inkl. Nebenkosten) mindestens 3,5–4 % beträgt und der Finanzierungszins darunter liegt, ist der Leverage-Effekt positiv. In Dresden waren attraktive Kapitalanlageimmobilien in guten Stadtteilen zuletzt mit 3–5 % Nettomietrendite zu finden.