Entscheidungshilfe: Sanieren vs. Verkaufen
Die zentrale Frage lautet: Steigert die Sanierung den Verkaufspreis um mehr als sie kostet? Wenn ja: sanieren. Wenn nein: verkaufen.
Beispiel Dresden-Cotta
Sanierung lohnt sich — knapp.
Beispiel Gorbitz
Sanierung lohnt sich nicht.
Typische Sanierungskosten in Dresden
Sanierungskosten-Rechner
Um was für eine Immobilie handelt es sich?
GEG-Anforderungen und Verkaufspreis
Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) 2024 hat die Spielregeln verändert. Käufer prüfen den Energieausweis genauer als je zuvor. Der Preisabschlag für schlechte Energieeffizienz in Dresden:
Preisunterschiede: Saniert vs. Unsaniert
Blasewitz
Neustadt
Pieschen
Cotta
Die Differenz ist in Premium-Lagen absolut größer, relativ aber ähnlich. In Blasewitz ist die Sanierung wirtschaftlich attraktiver, weil die absolute Wertsteigerung die Kosten eher deckt.
„Wie steht und liegt“ verkaufen: Käuferkreis
Unsanierte Immobilien in Dresden finden Käufer. Andere Käufer als sanierte — aber zahlungswillige.
Investoren
Kaufen unsaniert, sanieren mit eigenen Handwerkern (günstiger als Privatpersonen), vermieten oder verkaufen weiter. Professionelle Käufer mit klarer Kalkulation.
Handwerker und Selbermacher
Kaufen günstig, sanieren in Eigenleistung. Spart 30–50 Prozent der Sanierungskosten. Aktive Käufergruppe in Dresden.
Familien mit Eigenkapital
Kaufen unter Marktwert, finanzieren die Sanierung mit KfW-Fördermitteln. Besonders interessant seit den erhöhten KfW-Zuschüssen für energetische Sanierung.
Kosmetisch vs. substanziell: Was lohnt sich?
Immer lohnenswert
- Wände weiß streichen (500–1.500 € für eine Wohnung)
- Böden reinigen oder günstigen Belag verlegen (1.000–3.000 €)
- Fenster putzen, Garten pflegen
- Kleinreparaturen (tropfender Hahn, klemmende Tür)
Manchmal lohnenswert
- Neues Bad (wenn das alte wirklich abschreckend ist)
- Neue Küche (nur, wenn der Stadtteil es hergibt)
Selten lohnenswert
- Dachsanierung vor dem Verkauf
- Komplette Fassadendämmung
- Heizungstausch (es sei denn, die alte Heizung ist defekt)
