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Mietrendite berechnen

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Die Mietrendite ist die zentrale Kennzahl, um eine vermietete Immobilie wirtschaftlich einzuordnen. Sie zeigt, wie viel ein Objekt im Verhältnis zu seinem Wert tatsächlich abwirft — und liefert damit eine wichtige Grundlage für die Entscheidung, ob sich Halten und Vermieten weiterhin lohnt oder ein Verkauf zum aktuellen Marktwert die bessere Option ist.

Mietrendite-Rechner

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Brutto- vs. Nettomietrendite: der Unterschied

Die Bruttomietrendite setzt die Jahresnettokaltmiete ins Verhältnis zum reinen Kaufpreis. Sie ist schnell berechnet und eignet sich gut, um verschiedene Objekte auf den ersten Blick zu vergleichen — blendet aber Kaufnebenkosten und laufende Kosten komplett aus.

Die Nettomietrendite ist die aussagekräftigere Kennzahl: Sie berücksichtigt zusätzlich die Kaufnebenkosten (Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbuch) sowie die jährlichen Bewirtschaftungskosten. Das Ergebnis liegt meist deutlich unter der Bruttorendite und bildet die tatsächliche Rentabilität der Investition realistischer ab.

Was ist eine gute Mietrendite in Dresden?

Die erzielbare Rendite hängt stark vom Stadtteil ab, da Kaufpreise und Mietniveau nicht immer proportional zueinander steigen. In nachgefragten Lagen wie der Äußeren Neustadt, Blasewitz oder dem Hechtviertel sind die Kaufpreise in den letzten Jahren stärker gestiegen als die Mieten — die Nettomietrendite liegt hier häufig bei 2 bis 3 %. In Stadtteilen mit moderateren Kaufpreisen wie Pieschen, Gorbitz oder Prohlis sind dagegen Nettorenditen von 4 bis 5 % erreichbar.

Als grobe Richtwerte gelten:

Nettomietrendite Einordnung
unter 2,5 % eher gering, Wertsteigerung steht im Vordergrund
2,5 - 3,5 % marktüblich für gute Dresdner Lagen
über 4 % attraktiv, eher in Randlagen oder bei älterer Bausubstanz

Diese Kosten gehören in die Berechnung

Für eine belastbare Nettomietrendite sollten folgende Positionen einfließen:

  • Kaufnebenkosten: Grunderwerbsteuer (5,5 % in Sachsen), Notar- und Grundbuchkosten (ca. 1,5-2 %) — in Summe meist 7-7,5 % des Kaufpreises.
  • Bewirtschaftungskosten: Instandhaltungsrücklage, Verwaltung und Mietausfallwagnis, üblicherweise 15-25 % der Jahresmiete.
  • Leerstandsrisiko: realistisch ein bis zwei Monatsmieten pro Jahr, besonders bei Mieterwechseln.

Wer diese Faktoren konsequent einrechnet, erkennt schnell, ob eine Immobilie als Kapitalanlage noch zu den eigenen Zielen passt — oder ob ein Verkauf zum aktuellen Marktwert die wirtschaftlich sinnvollere Entscheidung ist.

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FAQ

Häufige Fragen

Was ist eine gute Mietrendite in Dresden?
Als Faustregel gilt eine Nettomietrendite ab etwa 3 % als solide, ab 4 % als attraktiv. In gefragten Lagen wie der Äußeren Neustadt oder Striesen liegen die Werte aufgrund hoher Kaufpreise oft niedriger (2-3 %), in Stadtteilen wie Pieschen oder Gorbitz sind 4-5 % möglich.
Brutto- oder Nettomietrendite — welche Kennzahl zählt mehr?
Die Bruttomietrendite eignet sich für einen schnellen Vergleich zwischen Objekten. Für eine realistische Einschätzung der eigenen Investition ist die Nettomietrendite entscheidend, da sie Kaufnebenkosten und laufende Bewirtschaftungskosten berücksichtigt.
Welche Kosten zählen zu den Bewirtschaftungskosten?
Dazu gehören die Instandhaltungsrücklage, Verwaltungskosten, das Mietausfallwagnis sowie nicht umlegbare Betriebskosten. In der Praxis kalkuliert man meist mit 15-25 % der Jahresmiete.
Wie wirkt sich Leerstand auf die Rendite aus?
Jeder Monat Leerstand reduziert die tatsächliche Jahresmiete und damit die Rendite direkt. Bei der Kalkulation sollte daher immer ein realistisches Mietausfallrisiko von ein bis zwei Monatsmieten pro Jahr eingeplant werden.
Lohnt sich der Verkauf, wenn die Rendite niedrig ist?
Eine sinkende Rendite ist häufig ein Zeichen dafür, dass der Marktwert der Immobilie stärker gestiegen ist als die Miete. In diesem Fall kann ein Verkauf zum aktuellen Marktwert wirtschaftlich attraktiver sein als das weitere Halten und Vermieten.